Redaktionell geprüft Quellenbasiert Unabhängig & werbetransparent Von Fachjournalistinnen
Vitalstoffe

Vitamin D, B12 & Co.: Worauf es wirklich ankommt

Petra Brandt
Petra Brandt15. Juli 2026 · 7 Min. Lesezeit
Vitamin D, B12 & Co.: Worauf es wirklich ankommt

Nahrungsergänzung ist ein Milliardenmarkt – doch was braucht der Körper wirklich? Ein nüchterner Blick auf die Vitalstoffe, die ab der Lebensmitte zählen.

Ganze Supermarktregale sind heute mit Kapseln, Pulvern und Tropfen gefüllt, und jedes Produkt verspricht mehr Energie oder besseren Schutz. Die ehrliche Antwort lautet: Wer sich abwechslungsreich ernährt, deckt das meiste über den Teller. Einige wenige Nährstoffe verdienen aber besondere Aufmerksamkeit – gerade ab 40.

Vitamin D – der begründete Sonderfall

Vitamin D bildet der Körper vor allem über Sonnenlicht auf der Haut. In unseren Breiten reicht die Sonne von Herbst bis Frühjahr dafür oft nicht aus, weshalb viele Menschen im Winter niedrige Werte haben. Hier kann eine Ergänzung sinnvoll sein – idealerweise, nachdem ein Bluttest den Bedarf gezeigt hat und in ärztlicher Abstimmung.

Vitamin B12 – wichtig bei pflanzlicher Kost

B12 steckt fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln. Wer sich vegan oder stark pflanzlich ernährt, sollte es zuverlässig ergänzen. Auch im höheren Alter nimmt die Aufnahmefähigkeit ab, sodass ein Blick auf die Versorgung ratsam ist.

Weitere Nährstoffe, die zählen

  • Omega-3-Fettsäuren – vor allem aus fettem Seefisch.
  • Magnesium – an unzähligen Prozessen beteiligt, oft knapp.
  • Calcium und Vitamin K2 – für die Knochengesundheit.
  • Folsäure – besonders für Frauen mit Kinderwunsch.
  • Eisen – aber nur bei nachgewiesenem Mangel ergänzen.

Auf einen Blick

  • Vitamin D im Winter prüfen und bei Bedarf ergänzen.
  • B12 zuverlässig ergänzen, wer sich pflanzlich ernährt.
  • Omega-3 am besten über fetten Fisch abdecken.
  • Gezielt statt nach dem Gießkannenprinzip supplementieren.
  • Vor einer Dauereinnahme einen Bluttest machen lassen.
Nahrungsergänzung ersetzt keine gute Ernährung – sie füllt gezielt Lücken, mehr nicht.

Vorsicht bei hochdosierten Multi-Präparaten

Kombipräparate mit Dutzenden Zutaten wirken gründlich, sind aber selten nötig. Manche fettlöslichen Vitamine können sich im Körper anreichern und in Überdosis schaden. Nach dem Motto viel hilft viel vorzugehen, ist bei Vitalstoffen gerade nicht klug.

So gehst du sinnvoll vor

Der beste Weg: zuerst die Ernährung, dann bei konkretem Verdacht ein Bluttest und eine ärztliche Einschätzung – und erst dann gezielt das ergänzen, was tatsächlich fehlt. Das spart Geld und schützt vor unnötigen Überdosierungen.

Häufige Fragen

Brauche ich ein tägliches Multivitamin?

Für gesunde Menschen mit ausgewogener Ernährung meist nicht. Gezielte Einzelnährstoffe bei nachgewiesenem Bedarf sind sinnvoller.

Kann ich Vitamin D einfach auf Verdacht nehmen?

Niedrig dosiert gilt es als recht sicher, doch ein Bluttest gibt Klarheit über die tatsächlich passende Menge. Bei Vorerkrankungen ärztlich abklären.

Woran merke ich einen Mangel?

Die Anzeichen sind oft unspezifisch, etwa Müdigkeit. Verlässlich klären lässt sich ein Mangel nur über eine Blutuntersuchung.

Petra Brandt
Petra Brandt
Gesundheitsredakteurin Schwerpunkt Ernährung & Prävention
Zur Einordnung: Die Empfehlungen orientieren sich an Einschätzungen von Ernährungsfachgesellschaften wie der DGE. Bei Verdacht auf einen Mangel gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder vor größeren Veränderungen von Ernährung und Bewegung sprich bitte mit einer Ärztin oder einem Arzt.
Zurück zur Startseite

Weitere Beiträge